Büro- und Verwaltungsgebäude in Kiel
Als Landeshauptstadt ist Kiel eine Stadt der Schreibtische. Am Düsternbrooker Weg tagt im Landeshaus der Landtag, an der Hörn sind auf früherem Werftgelände Bürogebäude entstanden, und im Wissenschaftspark neben der Universität arbeiten rund 100 Unternehmen. Dazu kommen Kanzleien, Praxen, Planungsbüros und Behörden in der ganzen Stadt. Büros haben ein besonderes Sicherheitsprofil: Tagsüber sollen sie offen und einladend sein, abends und nachts verschlossen und ruhig.
Was in Bürogebäuden passiert
Der klassische nächtliche Einbruch kommt vor, ist aber nur ein Teil des Bildes. Häufiger sind Vorfälle, die mitten im Betrieb geschehen:
- Unbekannte im Haus: Jemand folgt einem Mitarbeiter durch die Tür und bewegt sich anschließend unbemerkt durch die Etagen.
- Diebstahl im Tagesbetrieb: Laptops, Smartphones und Taschen verschwinden aus offenen Büros oder Besprechungsräumen.
- Konflikte am Empfang: In Häusern mit Publikumsverkehr kommt es vor, dass Besucher laut werden oder sich weigern zu gehen.
- Offene Fenster und Türen: Nach Feierabend bleibt ein Fenster gekippt oder eine Seitentür unverschlossen.
- Technische Risiken: Eine Kaffeemaschine läuft durch, ein Wasserhahn tropft, ein Serverraum wird zu warm.
Aufgaben eines Sicherheitsdienstes im Bürohaus
Empfang und Besucherlenkung
Eine besetzte Anlaufstelle am Eingang begrüßt Gäste, prüft Termine, gibt Besucherausweise aus und weiß, wer im Haus ist. Das ist Service und Sicherheit zugleich: Wer sich anmelden muss, verlässt das Haus auch wieder über den Empfang.
Handwerker und Dienstleister außerhalb der Bürozeiten
Wartungen, Reinigungen und Umbauten finden oft abends oder am Wochenende statt. Eine Sicherheitskraft öffnet, begleitet bei Bedarf und schließt danach wieder ab. So muss niemand aus der Belegschaft Überstunden machen, nur um aufzuschließen.
Verschlussrunde nach Feierabend
Etage für Etage wird geprüft: Fenster geschlossen, Türen verriegelt, Licht aus, Geräte abgeschaltet, Notausgänge frei. Am Ende wird die Einbruchmeldeanlage scharf geschaltet. Was auffällt, landet im Bericht an die Hausverwaltung.
Nachtkontrollen und Alarmverfolgung
In der Nacht genügt meist eine Streife, die das Gebäude zu wechselnden Zeiten von außen und bei Bedarf von innen kontrolliert. Löst die Alarmanlage aus, fährt eine Kraft mit hinterlegtem Schlüssel hin und klärt die Lage.
Schlüssel und Zutrittskarten
Wo Schlüssel und Karten ausgegeben werden, braucht es eine saubere Liste: Wer hat welchen Zugang, seit wann, und wurde er beim Austritt zurückgegeben? Diese Verwaltung kann Teil des Auftrags sein.
Brandschutz auf dem Rundgang
Eine Verschlussrunde ist auch eine Gelegenheit, auf den vorbeugenden Brandschutz zu achten. Dazu gehören freie Flucht- und Rettungswege, Brandschutztüren, die nicht mit Keilen offen gehalten werden, Feuerlöscher an ihrem Platz und keine Kartonstapel vor Verteilerkästen. Solche Beobachtungen kosten wenig Zeit, fließen in den Bericht ein und geben der Verwaltung die Möglichkeit, Mängel zu beheben, bevor sie bei einer Begehung durch Behörden oder Versicherer auffallen. Kommt es nachts zu einem Brandalarm, kann die Sicherheitskraft die Feuerwehr am Objekt empfangen, den Weg zur Meldestelle zeigen und Schlüssel bereithalten.
Häuser mit mehreren Mietern
Viele Kieler Bürogebäude sind geteilt: unten eine Praxis, darüber zwei Firmen, oben eine Kanzlei. Dann stellt sich die Frage, wer das Hausrecht im Treppenhaus ausübt und wer im Ernstfall entscheidet. Diese Punkte gehören in die Dienstanweisung, bevor der erste Dienst beginnt. Bewährt hat sich eine Hausordnung, die für alle Mieter gilt, und ein fester Ansprechpartner der Verwaltung.
Welche Qualifikation nötig ist
Für die meisten Bewachungsaufgaben verlangt § 34a der Gewerbeordnung eine Unterrichtung. Für bestimmte Tätigkeiten ist dagegen eine bestandene Sachkundeprüfung vorgeschrieben, darunter Kontrollgänge in Hausrechtsbereichen mit tatsächlich öffentlichem Verkehr. Das kann etwa auf Bürogebäude mit offenem Publikumsbereich zutreffen. Die Staffsec Solution GmbH setzt Personal mit Sachkunde nach § 34a GewO ein; welche Qualifikation für Ihr Haus vorgeschrieben ist, klären wir bei der Begehung.
Diskretion gehört dazu
In Büros liegen Akten, Bildschirme sind eingeschaltet, Gespräche sind hörbar. Sicherheitskräfte bekommen dabei vieles mit. Selbstverständlich ist deshalb: keine Auskünfte an Dritte, keine Fotos von Unterlagen, Umgang mit Informationen nur so weit, wie der Auftrag es verlangt. Auch das gehört schriftlich in die Dienstanweisung.
Besondere Tage im Kalender
Auch ein ruhiges Bürohaus hat Tage, an denen mehr los ist als sonst: ein Umzug einzelner Abteilungen, eine Veranstaltung im Foyer, die Tage zwischen Weihnachten und Neujahr mit halb leeren Etagen. Für solche Termine lässt sich der reguläre Dienst zeitweise verstärken, ohne den Grundauftrag zu verändern.
Checkliste für Hausverwaltungen
- Klären, wer im Gebäude das Hausrecht ausübt und wer vertritt.
- Besucherprozess festlegen: Anmeldung, Ausweis, Begleitung.
- Zeiten für Reinigung, Wartung und Lieferungen sammeln.
- Liste aller Schlüssel und Zutrittskarten aktualisieren.
- Alarmkette mit Erreichbarkeiten außerhalb der Bürozeiten hinterlegen.
Mehr zum Weg von der Anfrage bis zum ersten Dienst finden Sie unter Ablauf und Kosten. Für gemischt genutzte Häuser mit Wohnungen lohnt auch ein Blick auf die Seite Wohnanlagen.